Der
VfL 1888 Ebeleben
hat heute etwa 200 Mitglieder in zwei Sparten. Neben Fußball wird auch noch Badminton gespielt.
Die Anfänge des Vereins liegen aber nun schon fast 125 Jahre in der Vergangenheit …

Am 25. November 1888 wurde im Ebelebener Ratskeller der Turn-
Verein gegründet und damit der Grundstein für den organisierten
Sport in Ebeleben gelegt. Allerdings dauerte es noch ein paar Jahre
bis auch endlich der erste Fußballverein gegründet wurde. Am 21.
Oktober 1921 vermeldete die „Mitteldeutsche Sportzeitung“ die
Bestätigung der Anmeldung des VfB Ebeleben. Dieser spielte die
folgenden Jahre im Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine - Gau
Nordthüringen, der von Ebeleben im Norden über Erfurt bis nach
Ilmenau reichte, allerdings leider nie in der „1. Klasse“.

Am 23. April 1934 kam es zum großen Ebelebener Sportlerzusammenschluss. Der Turnverein, der
inzwischen gegründete Sport- und Ruderverein und der VfB vereinten sich in der Bahnhofsgaststätte
zum „Verein für Leibesübungen“. Die Turner steuerten noch ihr Gründungsjahr bei und damit fand
die Vereinsbezeichnung VfL 1888 Ebeleben e.V. wahrscheinlich erstmals überhaupt Verwendung.

In den 50er und 60er Jahren waren die Ebelebener Lok-
Fußballer eine der dominierenden Mannschaften im Kreis
Sondershausen. Einige Jahre gab es unter dem Namen
Traktor sogar noch einen Stadtrivalen, der immerhin für eine
Serie in die 1. Kreisklasse aufstieg.
Lok wurde 1966 & 1968 Kreismeister, scheiterte aber beide Male In den Aufstiegsspielen zur
Bezirksklasse und so - und wegen noch einiger anderer negativer Umstände mehr - kam es zum
traurigen Höhepunkt der Ebelebener Fußballgeschichte. Der amtierende Kreismeister, das führende
Team in der „Ewigen Tabelle“ der 1. Kreisklasse Sondershausen mit den meisten erkämpften Punkten
und den meisten geschossenen Toren trat zur nächsten Punktspielserie 1968/69 nicht mehr an !!! –
einmalig im Nachkriegsfußball im Kreis Sondershausen und weit darüber hinaus…

                            Erst zur Saison 1978/79 startete man in Ebeleben nach der Gründung der                               
Zentralen Sportgemeinschaft (ZSG) zu neuen Taten - oder besser gesagt - ein
Mann startete und ist seit dem „Mädchen für alles“ und „Mr. VfL“ in einer
Person - Lutz Greuel …

Mit großer Unterstützung der Ebelebener Betriebe wurde in den nächsten
Jahren in Eigenleistung und erstmals in der Fußballgeschichte Ebelebens ein
Sportlerheim errichtet.

Schon ab der Saison 1979/80 bestanden - bis heute mit einigen
Unterbrechungen - zwei Herrenmannschaften und man spielte zunächst mit beiden Mannschaften in
der 2. Kreisklasse. Nach mehreren knapp gescheiterten Angriffen schaffte die I. Mannschaft 1983 die
Rückkehr in die 1. Kreisklasse - leider aber nur für zwei Serien.

Ab Mitte der 80er Jahre legte die ZSG dann immer mehr Wert auf eine gute Ausbildung des
Nachwuchses. Die Pokalsiege der Jugend-Mannschaft (B-Junioren) 1988 und Junioren-Mannschaft
(A-Junioren) 1990 waren die ersten Resultate. Der Pokalsieg der C-Junioren 1992 und die zweijährige
Teilnahme dieser Mannschaft in der Landesklasse folgten.

Im Jahr 1990 kehrten die Fußballer zum Traditionsnamen VfL 1888 Ebeleben zurück.

Erst in der Saison 1992/93 gelang der Wiederaufstieg zur 1. Kreisklasse. In der Aufstiegssaison ging es
dann gleich darum, sich für die in der nächsten Saison eingeführte Kyffhäuserliga zu qualifizieren,
was dem VfL mit einer ganz starken Saison als Tabellenfünfter eindrucksvoll gelang und zum
Gründungsmitglied der Kreisliga machte.

Nach vier Jahren war der Abstieg aus der Kyffhäuserliga dann nicht mehr zu
vermeiden und es dauerte wiederum vier Jahre bis zum Wiederaufstieg in der
Saison 2001/2002. Allerdings musste man in der Saison 2002/2003 leider sofort
wieder absteigen. Im Jahr 2002 stand der VfL zudem im Kreispokalfinale,
welches aber mit 3:5 gegen den SV Badra verloren ging.

In den Jahren 2004 und 2005 wurde das Sportlerheim komplett neu gestaltet und durch die
Vereinsmitglieder insgesamt über 8000 Arbeitsstunden erbracht.

Nach dem Abstieg platzierte sich die I. Mannschaft stets im Vorderfeld der 1.
Kreisklasse und in der Saison 2006/2007 gelang der bis dahin größte Erfolg der
Vereinsgeschichte!

Am 1. Mai 2007 besiegte der VfL in Berka vor über 800 (!) Zuschauern den SV
Blau-Weiß `91 Bad Frankenhausen mit 6:4 nach Elfmeterschießen und wurde
Kreispokalsieger.

In der Nachwuchsarbeit war der VfL insbesondere aufgrund der Erfahrung aus der Kreisligasaison
2002/2003 in den letzten 10 Jahren in wechselnden Spielgemeinschaften mit den Nachbarorten
wieder verstärkt tätig. Ein Höhepunkt dabei war der 1:0-Sieg der C-Junioren am 23. November 2005
gegen den FC Rot-Weiß Erfurt im Thüringer Landespokal.

Die Früchte der Nachwuchsarbeit erntet der VfL seit dem Jahr 2007. In den letzten vier Jahren
wurden durch die I. Mannschaft zwei Kreispokalsiege - 2011 wurde der VfL erneut Kreispokalsieger -
und der Wiederaufstieg in die Kyffhäuserliga und durch die Nachwuchsmannschaften 11(!) Kreistitel
eingefahren. Die A-Jugend spielte sogar ein Jahr in der Landesklasse und belegte sensationell den 4.
Platz in der Nordstaffel …

… und am 17. Mai 2010 der FC Rot-Weiß Erfurt war da … und über 1000 Leute …

Nachdem der VfL am 1. Juni 2013 seine Hausaufgaben machte und seine Verfolger punkte ließen
stand der Geschichtsschreibung nichts mehr im Wege
der Aufstieg in die Kreisoberliga war perfekt.



Die wichtigsten Erfolge des VfL - soweit bekannt …

Herren
Kreismeister Sondershausen 1966 & 1968 - Kyffhäuserkreispokalsieger 2007 & 2011
Aufstieg Kyffhäuserliga 1994, 2002, 2010
Aufstieg Kreisoberliga 2013


A-Junioren
Kreismeister Sondershausen 1957 - Kreispokalsieger Sondershausen 1990
Kreismeister Kyffhäuserkreis Kleinfeld 1995 - Kreismeister Kyffhäuserkreis 2009
Kyffhäuserkreispokalsieger 2009 & 2011 - Hallenkreismeister Kyffhäuserkreis 2009 & 2011

B-Junioren
Kreispokalsieger Sondershausen 1988
Kreismeister, Kreispokalsieger & Hallenkreismeister Unstrut-Hainich-Kreis 2008

C-Junioren
Kreispokalsieger Sondershausen 1992
Kreismeister Kyffhäuserkreis 2010 - Kyffhäuserkreispokalsieger 2010

E-Junioren
Hallenkreismeister Kyffhäuserkreis 2010